Kredit für Selbständige - Unternehmerkredit
Auf dieser Seite können Sie ein kostenloses Angebot für den "Kredit für Selbständige" beantragen. Zusätzlich erhalten Sie Informationen, warum es teilweise so schwierig ist, einen "Kredit für Selbständige" zu bekommen.
Selbstständige und Freiberufler besitzen im Gegensatz zu Arbeitnehmern kein monatlich festes Einkommen. Dieses ist vielmehr saisonal abhängig und kann von Monat zu Monat schwanken. Trotz dessen gelingt es vielen Selbstständigen gut, ihre finanziellen Verpflichtungen zu begleichen und hohe Gewinne zu erwirtschaften - möchte ein Unternehmer aber einen "Kredit für Selbständige" beantragen steht er oftmals vor einem Problem.
Seit dem Jahr 2007 werden für die Vergabe von einem Kredit in Deutschland nämlich die Richtlinien von Basel II angewendet. Diese Richtlinien besagen, dass Banken bei der Vergabe von Krediten die Bonität, also die Kreditwürdigkeit der Kreditnehmer noch intensiver betrachten sollen, um Risiken zu vermeiden. Um eine Bank vor einem hohen Adressausfallrisiko zu schützen, müssen diese Rücklagen bilden. Die so genannte Mindestreserve muss an die Bonität des Kreditnehmers gekoppelt sein. Je höher das Risiko des Kreditausfalls, desto höher muss die Rücklage sein. Da hohe Rücklagen hohe Kosten verursachen, richtet sich seit 2007 auch die Kredit-Verzinsung nach der Kundenbonität.
Die Beurteilung der Bonität der Banken bezieht sich vor allem auf das Einkommen. Bei Selbstständigen und Freiberuflern wird jedoch zusätzlich die jeweilige Branche, in der der Kreditnehmer tätig ist, beleuchtet. Hierzu werden zum einen externe Ratings, zum anderen auch institutsinterne Branchenbewertungen zu Hilfe genommen. All diese Daten werden innerhalb der Bank zu einem so genannten Score-Wert verbunden. Dieser Score-Wert, der zwischen eins und sechs liegen kann, gibt an, wie kreditwürdig ein Kunde ist. Jede Bank führt hierbei ein eigenes Scoring durch, so dass die Kreditwürdigkeit von Institut zu Institut unterschiedlich bewertet werden kann. Welche Daten im einzelnen und in welcher Gewichtung in das Scoring gerechnet werden, wird jedoch nicht veröffentlicht.
Für das Scoring bei Selbstständigen und Freiberuflern wird in erster Linie die Bilanz bzw. die betriebswirtschaftliche Auswertung zu Grunde gelegt. Die Daten hieraus werden genutzt, um die Fähigkeit des Kreditnehmers, aufgenommene Verpflichtungen auch zurückzahlen zu können, zu bewerten. Wie oben bereits beschrieben wird weiterhin die Branche bewertet. Dies kann für einen Kreditnehmer bedeuten, dass er trotz positiver Bilanz keinen Kredit bekommt, da die Branche insgesamt als negativ bewertet wird.
Das Scoring sowie die Vorgaben von Basel II führen bei Kreditvergaben an Selbstständige und Freiberufler dazu, dass Kredite nur noch restriktiv bzw. zu einem sehr hohen Zins vergeben werden, denn die Scorings ergeben oft hohe Punktzahlen. Zudem verlangen die Banken meist hohe Sicherheiten, etwa die Barhinterlegung oder die Eintragung einer Grundschuld. Auch haben Selbstständige kaum Zugriff auf die beliebten Ratenkredite, die für den Kauf von Autos oder Waren eingesetzt werden können, denn diese werden nur an Arbeitnehmer vergeben. Gerade die jetzige Finanzkrise zeigt deutlich, dass die Banken große Angst vor weiteren Kreditausfällen haben, die ihre Bilanzen belasten könnten. Daher verzichten viele Institute eher auf Kreditvergaben und somit auf Einkommen, ehe ein nach ihrer Meinung "fauler" Kredit vergeben wird.